Alte Dorfkirche Hausen

Historisches:
Die alte Hausener Kirche  wurde 1851 an der Stelle eines kleineren Vorgängerhauses errichtet. Dieses muss etwas mehr als 100 Jahre alt gewesen  sein. Bereits 1827 hatte der zuständige Pfarrer von Kleinwallstadt berichtet, dass sich die Kirche in einem „üblen, ruinösen Zustand" befände. 1849 wurde die Kirche total gesperrt,  so dass die Hausener die Messen in Rossbach besuchen mussten.
1968 wurde  mit der Einweihung der neuen St. Michaeliskirche die letzte Messe in der alten Kirche gefeiert.
Das in neo-romanischen Stil errichtete Gebäude war ursprünglich, dem Stil der Zeit entsprechend, aus einem Guss, auch im Inneren, ausgestattet und ausgemalt.
Nach einer Renovierung wirkte das Kircheninnere  wesentlich  schlichter als vorher.
Mit der Einweihung der neuen Kirche 1968 war die alte Kirche kein Gotteshaus mehr. Es gab verschiedene Überlegungen über eine weitere Nutzung. U. a. wurde überlegt, die Kirche in eine Turnhalle umzufunktionieren. Diese Idee wurde  aufgrund  der Kosten und der mangelnden Parkmöglichkeiten  wieder verworfen. Nachdem  große Teile der Inneneinrichtung verkauft waren,  insbesondere Kirchenbänke und Orgel, wurde die Kirche von der Gemeinde und einem Geschäftsmann als Lagerraum genutzt. Zeitweise diente der Eingangsbereich auch als Gebetsraum einheimischer Moslems.

Bildhauer-Atelier:
Seit 1993 wird die Kirche an den Bildhauer Konrad Franz vermietet, der hier ein Atelier und  einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst eingerichtet hat. Jährlich finden zwei bis drei Ausstellungen, bzw. Veranstaltungen  statt.
Im Rahmen des  Kunstnetzes des Landkreises Miltenberg werden  vom  Künstler Workshops für Schulklassen und Atelierbesuche  durchgeführt.

Das Atelier des Bildhauers Konrad Franz ist sonntags von 10 Uhr bis 13 Uhr für Besucher geöffnet.

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